Die menschliche Haut ist durch ein komplexes Netzwerk von Nervenbahnen durchsetzt, das sich vom subkutanen Fettgewebe durch die Dermis bis zu den obersten lebenden Schichten der Epidermis erstreckt.

Über eine Million Sinneskörperchen sind in der menschlichen Haut verteilt. Wichtige Sensoren sind die Vater-Pacinische-Körperchen im Subcutisbereich, die auf Erschütterungen reagieren und die Meissnerschen Tastkörperchen oder Tastscheiben an der epidermalen-dermalen Grenze, die für Berührungsempfindungen zuständig sind.

Im Bereich der Dermis finden sich außerdem die Ruffinischen Körperchen (Dehnungsrezeptoren) sowie die Krause Körperchen oder Endkolben (Mechanorezeptoren). Intraepitheliale Nervenendigungen sind sensible Nervenfasern in der Haut, die Wärme-, Kälte-, Schmerz-, Berührungs- sowie Druckempfindungen auslösen.

Die Nerven in der Haut stehen in ständiger Kommunikation mit dem Gehirn und der Umwelt. So kann die Haut ihre Funktion als Wahrnehmungs- und Kommunikationsorgan erfüllen. Über die Nerven in der Haut kann das Immunsystem reguliert und z.B. Hautentzündungen und Irritationen eingeleitet werden.

Die sensorischen Nerven nehmen äußere und innere Hautreize wie Berührung, Spannung, Schmerz, Wärme und Kälte wahr. Die vegetativen Nerven kontrollieren die Gefäße, Hautanhangsorgane und die glatten Muskeln zum Aufrichten der Haare.

 


Die Epidermis besteht zu 90% aus Keratinozyten.Von der Keimschicht bis zur Körnerzellenschicht heißen sie Keratinozyten, in der Hornschicht Korneozyten.

Ihre Hauptaufgaben sind die Bildung eines wirksamen Schutzwalls gegen Umwelteinflüsse und die Mitwirkung an Reaktionen des Immunsystems.

Keratinozyten erneuern sich alle 28 Tage und sterben in Form von verhornten, keratinhaltigen Zellen ab.

 


Die Melanozyten bilden das Hauptpigment Melanin. Melanin kann eine rote, gelbe, braune oder schwarze Farbe haben. Melanozyten befinden sich in der Keimschicht der Epidermis und im Haarfollikel.

Sie haben lange Zellausläufer, die in höhere Epidermisschichten reichen, über diese sie Pigmente an die Keratinozyten abgeben. So versorgt ein Melanozyt im Schnitt 36 Keratinozyten.

(Benannt nach dem deutschen Arzt und Entdecker Paul Langerhans)

Die Langerhanszellen werden als „Außenposten“ des Immunsystems bezeichnet und befinden sich in der Basalzellschicht. Sie haben eine doppelte Funktion für das Immunsystem der Haut.

Zum einen fangen sie eingedrungene Schadstoffe und melden den Vorgang an das Abwehrsystem. Zum anderen beteiligen sie sich in ihrer Eigenschaft als sogenannte Fresszellen an der Vernichtung der Erreger.


Die Fibroblasten befinden sich in der Dermis. Sie spielen eine wichtige Rolle bei der Produktion der extrazellulären Matrix. Hauptprodikt der Fibroblasten ist das Gerüstprotein Kollagen. Dieses sorgt für die Festigkeit des Gewebes und seine Belastbarkeit bei mechanischen Einwirkungen (z.B. Stoß, Zug und Schub).

Ein anderes Gerüstprotein ist das Elastin. Es ist, wie der Name schon andeutet, sehr elastisch und stark dehnbar. Die elastischen Fasern umgeben die kollagenen und gewährleisten so die Dehnbar- und Reißfestigkeit der Haut.

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